Aufgrund der Entscheidung des Obersten Verwaltungsgerichts von Berlin hat eines der zehn Unternehmen der Ritzio-Unternehmensgruppe die Betriebsmöglichkeit von 27 Spielhallen verloren. Dieser Gerichtsbeschluss setzte einen Schlusspunkt im langjährigen Streit mit den Kommunen der vier Berliner Bezirke im Fall der „wirtschaftlichen Unzuverlässigkeit“ des Unternehmens.

Die Einstufung des Unternehmens als „unzuverlässig“ war das Ergebnis von zahlreichen Ordnungswidrigkeiten, die zuvor von der ehemaligen Geschäftsführung des Unternehmens begangen wurden. Nach den darauffolgenden Untersuchungsergebnissen wurde die frühere Geschäftsführung ihrer Positionen enthoben.

Die Vollstreckung des Gerichtsbeschlusses hat tatsächlich jedoch keine wirtschaftlichen Konsequenzen für die Fortführung des Geschäftsbetriebes der Unternehmensgruppe in Deutschland, da bereits 13 von 27 Spielhallen im Zeitraum der Gerichtsverhandlung aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen worden. Mit anderen Worten, während der Vollstreckung des Urteils wird Ritzio etwa 100 Spielautomaten aus mehr als 1.500 Einheiten bestehender Spielgeräte in Deutschland außer Betrieb setzen, d.h. weniger als 10% des Spielautomatenbestandes.

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass der Gerichtsbeschluss lediglich eine Betreibergesellschaft betrifft. Alle anderen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind weiterhin ohne Beschwerden seitens der Bezirke in Berlin und in den anderen Bundesländern aktiv.